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Digitaler Musikvertrieb für Indie Bands und Musiker - By: A M

Was heisst es, ein Do It Yourself (DIY) Musiker zu sein?


Ohne Zweifel haben Independent Bands und Musiker heute Möglichkeiten, von denen sich vor 10 Jahren nur träumen liess. Sogar noch in den 80ern spielten die meisten Bands vor lokalem Publikum und waren auch nicht weit darüber hinaus bekannt. Heutzutage können sie mit nur einem Klick ihre Fans in der ganzen Welt problemlos erreichen.

Dabei ist der digitale Vertrieb nur ein Beispiel. Der europäische Vertrieb iMusician Digital liefert Musik an zweihundert bis dreihundert Shops (!!) für eine einmalig anfallende Gebühr. Die grossen, weltweit vertretenen Shops wie iTunes, Amazon oder Spotify werden ebenso beliefert wie die jeweils wichtigsten kleineren Shops der verschiedenen Sprachregionen: französische, deutsche, japanische, spanische, italienische Shops zum Beispiel. Je nach Sprachregion sind es diese Shops, die 10% bis 50% der Verkäufe eines Musikers generieren. Bist du im Dance Music, Reggae oder im klassischen Bereich vertreten, sollte deine Musik auch in den darauf spezialisierten Shops wie Beatport, JunoDownloads oder Reggaeinc.com erhältlich sein.


Der Vertrieb ist die eine Sache. Doch auch wenn dein Vertrieb deine Musik innerhalb von einigen Tagen in all diese Shops und sie so den Fans bis auf einen Klick nahebringt, müssen die Fans deine Musik auch noch finden.

Und genau darum geht es in diesem Artikel: Die absolut wichtigste Aufgabe für dich als engagierter DIY Künstler ist es, deine Fans wissen zu lassen, wo sie deine Musik finden und herunterladen können. Dazu braucht es die Kunst von PR und Marketing…. Und da sprechen wir vom “Real Business”.

Die Vorstellung, dass eine Band oder ein Musiker nur durch einige Tools wie digitaler Vertrieb, Twitter- und Facebook- Account ein Star wird, ist ein reiner Mythos und eine grosse Utopie. Um es noch einmal zu betonen, weil es so zentral ist: Keine Band wird je berühmt nur durch unzählige Freunde und Follows auf Facebook und Twitter.
Fälschlicherweise wird von den Medien kommuniziert, dass so etwas möglich ist, weil jeder gerne Geschichten von Self-Made-Helden liest. Die teuren PR-Kampagnen, die vom Marketingteam der Bands gestartet worden sind, werden da kaum erwähnt. Die Story wäre dann ja auch nicht mehr so faszinierend, oder?

Gute PR- und Marketingprofis konzentrieren sich auf die feineren Aspekte der Kommunikation mit den Fans. Sie twittern zum Beispiel nicht “Hey Leute, kauft meine neue Single” sondern eher Dinge wie “Wer war gestern Abend an meinem Gig?“ und generieren so eine Interaktion unter den Fans. Sie wissen genau, wie sie ihre Gigs mit ihren Platten und ihrer Online-Community cross-promoten können. Sie schaffen es, Online-Fans offline (an Konzerte) zu bringen und umgekehrt Offline-Fans online in ihr Facebook, Twitter und in ihre Email Inbox zu bringen.

PR und Marketing bilden das zentrale Element im Business und sind für jeden Musiker, der seine DIY-Karriere startet, von grosser Bedeutung. Als DIY-Musiker durchzustarten heisst somit vor allem, sein eigenes Business zu gründen.


Nächste Episode: “Ich bin Musiker. Alles, was ich will, ist Musik zu machen...“

About the Author

Autor ist Experte in Dabei ist derdigitale. Sie ist zu schreiben viele Artikel über Dabei ist derdigitale.

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